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„Wir haben den Krieg in der Ukraine für eine Möglichkeit gehalten“

22 Jul 2022
Führt Merck seit gut einem Jahr: die Spanierin Belén Garijo

Merck-Chef Belén Garijo spricht im F.A.Z.-Interview über die Folgen von Ukrainekrieg, Gaskrise und Inflation, wie man Entscheidungen in einer höchst unsicheren Zeit trifft – und was Forscher bewegt, die die Welt retten.

Frau Garijo, die Deutschen machen sich Sorgen um die Gasversorgung. Sie auch?

Wir bewegen uns in sehr turbulenten Zeiten und das schon seit zwei Jahren. Es ist ein Umfeld von Unsicherheit und Volatilität, das ein Unternehmen wie unseres vor Herausforderungen stellt. Energie ist eine dieser Herausforderungen.

Eine große?

Zunächst einmal ist unser Unternehmen nicht besonders energieintensiv, aber dennoch müssen wir die langfristige Verfügbarkeit der Versorgung mit kritischen Produkten sicherstellen. Wir haben uns schon lange auf die kommenden Zeiten eingestellt, und unsere Teams haben an möglichen Plänen gearbeitet, wie es weitergehen kann. Im Gegensatz zu vielen anderen haben wir den Krieg in der Ukraine für eine Möglichkeit gehalten, auch wenn wir ihn uns nicht vorstellen konnten und ihn natürlich verurteilen. Aber entscheidend ist, auf alles vorbereitet zu sein.

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Eigentlich hatte man sich alles so schön vorgestellt: der Beruf, die Partnerschaft, eine gute Wohnung – und schließlich ein Kind. Doch wenn sich dann der Kinderwunsch nach einem, spätestens zwei Jahren nicht erfüllt, empfinden dies viele Paare als Schicksalsschlag. Jedem siebten Paar in Deutschland ergeht es so: Ihre Beziehung hat sich auf die Familiengründung eingestellt und nun verweigert die Natur ihren Beitrag. Wie die Fortpflanzungsmedizin heute dem Nachwuchs auf die Sprünge hilft (z.B. durch die Befruchtung einer Eizelle im Reagenzglas) – das ist Thema dieses Kapitels.

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